Finanztest 11/2017 - Wer benötigt eine Pflegezusatzversicherung?

 

Mit der neusten Ausgabe vom November 2017 testet Finanztest wieder die aktuellen Pflegetagegeldversicherungen sowie einige Pflegekostenversicherungen auf Herz und Nieren. Im Mittelpunkt steht unter anderem die veränderten Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung mit der Pflegereform 2017. Hier stellt Finanztest fest, dass es mit den neuen Pflegegraden zwar Leistungsverbesserungen gibt, aber gleichzeitig nur ein Teil der Pflegekosten im Pflegefall deckt. Hier zählt vor allem eins: Frühzeitig planen um später finanzielle Lücken zu schließen. Denn die Pflege kostet richtig viel Geld.

 

Versorgungslücken und wie man diese "füllen" kann:

 

Ein Pflegebedürftigter aus Köln im Pflegegrad 2 (vergleichbar mit der alten Pflegestufe 1) wird zu Hause von einem ambulanten Pflegedienst gepflegt. Die durchschnittlichen Pflegekosten betragen hier laut Finanztest 1.439 Euro im Monat. Die Pflegekasse zahlt hier 689 Euro. Das bedeutet gleichzeitig, dass hier eine Pflegelücke von 750 Euro. Diese Lücke könnte man mit Hilfe einer Pflegetagegeldversicherung oder Pflegekostenversicherung absichern. Wer viel Eigenkapital hat, kann mit ca. 100.000 Euro 11 Jahre damit auskommen.

 

Im Pflegeheim, mit dem Pflegegrad 4 aus Berlin im Pflegeheim hingeben kommt auf 3.725 Euro monatliche Pflegekosten. Die Pflegekasse übernimmt 1.775 Euro. Somit bleiben 1.950 Euro Eigenanteil übrig. Nach ca. 4 Jahren im Pflegeheim sind hier fast 100.000 Euro aufgebraucht. Die Pflegekosten im Heim sind unterschiedlich.

Über diesen Link, können Sie die Pflegekosten in Ihrem Ort genau berechnen: https://www.pflege-navigator.de/

 

Absicherung mit einer Pflegezusatzversicherung

 

Für wen ist eine Absicherung mit einer Pflegetagegeldversicherung oder Pflegekostenversicherung sinnvoll? Mit dieser Frage hat sich auch Finanztest beschäftigt. Denn nicht für jeden ist eine solche Absicherung geeignet. Nur wer die Beiträge "lebenslang" aufbringen kann, profitiert von einer solchen Absicherung. Denn die Beiträge richten sich nach dem Eintrittsalter und nach dem Gesundheitszustand. Wer spät einsteigt, der zahlt entsprechend höhere Beiträge.

Menschen, welche heute schon kaum Eigenmittel haben, im Rentenalter mit einer geringen Rente rechnen und keine Angehörigen haben, welche über Vermögen verfügen, für diese Personen eigenet sich eine Pflegevorsorge weniger. Denn im schlimmsten Fall übernimmt das Sozialamt die Kosten.

 

Ist der gesetzliche geförderte "Pflege Bahr" zu empfehlen?

 

Nein, sagt ganz eindeutig der neue Finanztest. Zum einen sind die Beiträge recht hoch, 5 Jahre Wartezeit und auch die Leistungen sind in den unteren Stufen sehr schwach. Wir empfehlen diese Tarife auch nicht, da die Tarife insgesamt "schwach" sind.

 

Reichen 100.000 Euro für die Pflege im Alter aus?

 

Wenn man im Pflegefall eine 24 Stunden Betreuungskraft benötigt sind in gut 3 Jahren die 100.000 Euro aufgebraucht. Eine solche Pflegekraft kostet rund 2.500 Euro im Monat zusätzlich zur Pflegekasse.

 

Welche Pflegetagegeldtarife können empfohlen werden?

 

Finanztest gab zwischen Sehr gut 1,5 bei den Modellkunden mit 45 Jahren bis hin zu Ausreichend mit 3,7 viele Bewertungen ab. Auf unserer Webseite finden Sie die meisten getesten Tarife unter den Reiter Finanztest 11/2017.

 

Fragen Sie einfach bei uns an und fordern Sie Ihren persönlichen Vergleich zur Pflegeversicherung kostenfrei an.

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